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Wie kommt der Strompreis zustande?

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Energiewandel - Strompreis

 

Angebot und Nachfrage bestimmt den Börsenpreis für den am nächsten Tag lieferbaren Strom. Die den Strom erzeugenden Kraftwerke haben unterschiedliche Produktionskosten. Zur Deckung des Strombedarfes werden zunächst die günstigen Grundlastkraftwerke, die zum grossen Teil schon abgeschrieben sind,  dann die Mittellastkraftwerke und schliesslich die teueren Spitzenlastkraftwerke herangezogen. Das Verfahren wird als Merit-Order bezeichnet. Der Preis für alle Stromlieferungen ist nicht etwa der Durchschnitt aller Einkaufspreise, sondern der des gerade noch benötigten (teuersten) Kraftwerkes. Diese Preisgestaltung ist ein wahrer Goldesel für die Stromkonzerne.

Da sich Strom nicht in grossem Maßstab speichern lässt, muss er praktisch in dem Augenblick produziert werden, wo er gebraucht wird. Der Bedarf ist zu den verschiedenen Tageszeiten sehr unterschiedlich. Um Angebot und Nachfrage in Übereinstimmung zu bringen, gibt es in Deutschland ein fein abgestuftes System von Grundlast-, Mittellast- und Spitzenlastkraftwerken. Grundlastkraftwerke, das sind beispielsweise Kernkraft- und Braunkohlekraftwerke laufen praktisch rumd um die Uhr, ihr Bau ist teuer, doch die eigentlichen Betriebskosten sind niedrig. Gasturbinenkraftwerke sind Spitzenlastkraftwerke, sie sind im Betrieb besonders teuer, ihre Produktionsleistung kann jedoch bedarfsgerecht gesteuert werden. Sie kommen nur zum Einsatz, wenn der Bedarf in der Spitze besonders hoch ist. Atomkraftwerke arbeiten als Grundlastkraftwerke zwar mit niedrigen Betriebskosten. Betrachtet man jedoch den Gesamtunfang der durch die Atomkraft entstehenden Kosten und Risiken, ist Atomstrom besonders teuer. 

Aktualisiert (Dienstag, den 15. März 2011 um 14:03 Uhr)